top of page

KI kostet Milliarden. Aber zahlt sie sich auch aus?

  • Nik Thomi
  • 1. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Mai

Bild: ChatGPT


Ende April 2026 haben fünf der grössten Technologiekonzerne der Welt ihre Quartalszahlen innerhalb von 48 Stunden veröffentlicht: Alphabet (Google), Amazon, Apple, Meta und Microsoft. Was dabei herauskam, gibt mehr Aufschluss über den tatsächlichen Stand der KI als jede Hochglanz-Präsentation aus dem Silicon Valley.


In Kürze:

  • Alphabet überraschte alle: Der Gewinn stieg um 81 Prozent, das Cloud-Geschäft um 63 Prozent.

  • Meta und Microsoft lieferten ordentliche Zahlen, wurden an der Börse aber zurückhaltend bewertet – vor allem wegen der enormen KI-Ausgaben und offener Fragen zur Monetarisierung vieler KI-Produkte.

  • Die vier grossen Cloud-Konzerne investieren 2026 zusammen bis zu 700 Milliarden Dollar (!) in Rechenzentren, Chips, Energieversorgung und KI-Infrastruktur.

  • Apple zeigt: Wachstum geht auch ohne Milliarden-Wettrüsten – zumindest vorerst.


Wer liefert – und wer verspricht

Das erste Quartal 2026 war ein Quartal der Extreme. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, erzielte einen Nettogewinn von über 62 Milliarden Dollar – 81 Prozent mehr als im Vorjahr. Der entscheidende Wachstumstreiber war Google Cloud, also das Geschäft mit Rechenzentren und KI-Diensten für Unternehmen: Dieser Bereich legte um 63 Prozent zu. Analysten hatten deutlich weniger erwartet.


Auch Amazon meldete starkes Wachstum bei seiner Cloud-Sparte.


Microsoft übertraf zwar die Erwartungen beim Gesamtumsatz, doch ein Detail sorgte für Zurückhaltung: Das KI-Produkt Copilot – ein kostenpflichtiges Assistenzsystem für Office-Programme – kommt bei Nutzerinnen und Nutzern langsamer an als ursprünglich erhofft.


Meta enttäuschte die Märkte nicht mit schlechten Zahlen, sondern mit immer höheren KI-Ausgaben und der offenen Frage, wann und wie sich diese Investitionen langfristig auszahlen sollen.


Das Wettrüsten und seine Kehrseite

Was die vier grossen Cloud-Konzerne verbindet, sind gigantische Ausgabenpläne. Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft wollen 2026 zusammen bis zu 700 Milliarden Dollar an Kapitalausgaben für Rechenzentren, Chips, Energieversorgung und KI-Infrastruktur ausgeben. Das übersteigt das Schweizer Bruttoinlandsprodukt deutlich. Apple bildet die Ausnahme: Der iPhone-Hersteller wächst stark, investiert aber einen vergleichsweise kleinen Teil dieser Summen in eigene KI-Hardware und setzt stattdessen stärker auf Kooperationen mit externen KI-Anbietern.


Der Haken an den Milliarden-Investitionen zeigt sich bereits: Sie zahlen sich bisher vor allem dort aus, wo KI im Hintergrund läuft – in Cloud-Diensten für Unternehmen. Bei Produkten, die Endnutzerinnen und Endnutzer täglich verwenden sollen, zieht die Nachfrage langsamer an als von den Konzernen erhofft.


Fazit

Diese Quartalszahlen zeigen verlässlich, wohin das Geld fliesst und welche KI-Anwendungen die Konzerne selbst für zukunftsfähig halten. KI ist kein Selbstläufer: Wo sie in bestehende Infrastruktur integriert wird, entstehen messbare Resultate. Wo sie als eigenständiges Konsumprodukt punkten soll, braucht es offenbar noch Geduld.



Du musst kein Investor sein, um von KI zu profitieren

Alphabet, Meta, Microsoft – sie alle wetten auf KI. Aber welche dieser Technologien ist wirklich zukunftsträchtig? Welche KI bietet den meisten Mehrwert für unseren Alltag? In unseren KI-Workshops zeigen wir dir jene Tools und Tricks, die du auch wirklich gebrauchen kannst.

Kontaktiere uns unverbindlich. Weitere Infos zu unseren KI-Workshops findest du hier.



 
 
 

Kommentare


bottom of page